Großmeister Mantak Chia 18.-24. März 2011 in Berlin
Tai Chi Chi Kung
Tai Chi soll ursprünglich um das Jahr 1644 von Chen Wan-Ting, dem Oberhaupt der Chen-Familie, entwickelt
worden sein. Im neunzehnten Jahrhundert wurde der Chen-Stil von der Familie Yang abgewandelt (Yang-Stil)
und dann in zahlreichen Variationen bis zum heutigen Tag überliefert.
Seit den späten sechziger Jahren
begann Tai Chi die Aufmerksamkeit des Publikums auch in Deutschland auf sich zu ziehen. Seither hat es sich
kontinuierlich ausgebreitet, so dass es heute zu den am häufigsten praktizierten Formen von Gesundheitsübungen
gehört.
Trotz der Vielzahl der Stile und Varianten stimmen die Grundprinzipien aller Tai Chi-Formen im wesentlichen
überein:
1. Geist und Chi konzentrieren;
2. in der Bewegung entspannen und dabei die Fülle (Yang) und Leere (Yin) spüren;
3. den Körper im Boden verwurzelt und den Schwerpunkt tief halten;
4. das Knochengerüst an den Kräften von Himmel und Erde ausrichten;
5. Chi kreisen lassen und sich weich, fließend und perfekt koordiniert bewegen.
In der Schule von Mantak Chia geht es um die Tai Chi-Form der Dreizehn Bewegungsformen, die Tai Chi Chi Kung
genannt wird. Die Dreizehn Bewegungsformen sind in ihrem Aufbau einfach, enthalten aber die Essenz des Tai Chi.
Die Form ist so kompakt, daß sie auch in kleineren Räumen geübt werden kann. Sie wird in vier Himmelsrichtungen
ausgeführt: Unter Führung der linken Hand beginnt der Ablauf in Richtung Norden und geht dann im
Gegenuhrzeigersinn weiter; danach kehrt man von der rechten Hand geführt im Uhrzeigersinn zurück.
Weil die linkshändige und die rechtshändige Form aufeinander folgen, läßt sich diese Tai Chi-Form beliebig
wiederholen.
(Wolfgang Köppe 2004)